My India

Student macht sein Praxissemester in Bangalore und berichtet von seinen Erfahrungen

Donnerstag, Juni 29, 2006

Über die Grenzen hinaus

Man sind wir wichtig, so wichtig, dass sie sogar in der Heimat einen kleinen Artikel in die SZ/BZ reingesetzt haben. Ist zwar ein Schwabenblättle aber egal.
Hier der link dazu: http://www.szbz.de/lokales/sport/Artikel536546.cfm
Na dann hoffen wir dass uns unsere Elf noch weitere Möglichkeiten zum feiern gibt.




Ich bin glaub der Kerl, der beide Hände in die Höhe streckt und dessen Gesicht nicht zu sehen ist.





Nachtrag!
Heute (4. July) war ein Artikel über das Millers Steak House im "Deccan Herold". Und wer war natürlich wieder abgebildet? Die B-Lore ULTRAS ;O)

Noch was in eigener Sache: Diese unfairen, bescheuerten Gauchos. Wegen deren Dummheit ist unser Zerstörer FRINGS gesperrt, aber im Finale darf er wieder ran. Und wer hat die Bilder dazu geliefert? Die schleimigen Muttersöhnchen ausm Süden. Und warum? Weil sie die Hose sowas von voll haben! Deshalb:

FINALE - ohohh - FINALE - ohoooh!

Montag, Juni 19, 2006

Was für ein Wochenende


Hallo liebe Genossen. Wie war euer Wochenende? Meins war fantastisch. Zufälliger Weise bekam ich eine Einladung zu einem „Deutschland grüßt Indien“-Abend. Im Taj Residency, einem 5* Restaurant, wurde zu deutscher Volksmusik, in deutschem Ambiente und bei deutschem Essen gemütlich gefeiert. Anwesend waren der deutsche Konsul und zahlreiche Trainees und Expats aus B-lore. Blablabla wen interessiert’s. Kommen wir zu wichtigen Teil: Es gab BRAT-, WIESSWÜRSTE und WIENERLE!!! Leider gab es kein deutsches Bier, aber da alles für umme war will ich nicht meckern. Nachdem wir uns in kürzester Zeit den Magen vollgeschlagen haben, mussten wir auch wieder verschwinden, da unserer Zug nach Hampi auf uns wartete. Also noch schnell 5 Weißwürste und 3 Jägermeister runtergewürgt und ab in die Rick. Im Zug konnten wir dann leider nicht wirklich schlafen, da wir mit dem „Alten Mönch“ und singen beschäftigt waren: „Dem Kumar sei ein Trulala, trulala…“ Ich glaube die Inder in unserem Abteil wollten uns töten. Nach trölfzig Flaschen von unserem Reiseschnaps musste auch der Letzte seine Gesangskarriere aufgeben und doch noch ein Auge zumachen. Angekommen in Hampi gab es erstmal Kaffee, viel Kaffee. Wie sollten wir sonst wach bleiben. Kurz geduscht und los ging der Wandermarsch. In der größten Mittagshitze und etwas Restalkohol marschierten 12 Weißbrote durch die wunderschöne, einzigartige Landschaft. Hampi ist Weltkulturerbe. Alle 50 Meter trifft man auf eine Ruine. Hier gibt es Unmassen von Tempeln aus dem 14. Jahrhundert. Diese Tempel sind meist in die Steinlandschaft integriert. Falls sich einer fragt warum das Wasser im Fluss so rot ist. Das liegt an dem schweren Sturm, der dort vor kurzem gewütet hat. Wasser spülte rote Erde in den Fluss. Die Inder haben’s trotzdem getrunken. Pfui! Unterwegs trafen wir auch auf zentralindische Wandermönche. Gegen eine Gebühr von einem Rupee konnte man ein Foto von ihnen machen. Eigentlich waren es angepinselte Gammler, egal. Als wir uns den ersten Sonnenbrand zugezogen haben, ging es wieder Richtung Hotel, wo uns Lakshmi der Postkartenverkäufer herzlichst empfing. Man war der Junge nervig. Er kam jede Stunde vorbei und wollte uns seine Karten verkaufen. Das Wort „Nein“ existiert in seinem Wortschatz nicht. Danach machten wir uns auf ins „Mango Tree“, einem bekannten Restaurant in dem man abchillen kann. Man sitzt auf Bambusmatten und isst von Bananenblättern. Die Aussicht, die man genießt, ist fantastisch. Das einzige was nervt sind die vielen Fliegen. Aber es wäre nicht Indien, wenn’s nicht was zu meckern gebe. Am Abend machten sich noch 5 Kerle auf, den Mount Hampi zu erklimmen. Einer davon war ich. Man war das anstrengend. Aber es hat sich gelohnt. Die Aussicht war faszinierend. Man hatte einen Rundumblick über das gesamte Gebiet. Schön, aber den Ausblick mit meiner Freundin zu genießen wäre schöner gewesen. Anstatt Rumknutschen, pinkelten 5 Ingenieure vom Berg runter. Hat auch was. Nach diesem Tag ging es früh ins Bett. Wir waren viel zu müde zum Feiern. Außerdem beschlossen wir Mopeds für den nächsten Tag zu mieten.
2ter Tag: Die B-lore Riders waren unterwegs um die Strassen unsicher zu machen sich die restlichen Tempels anzusehen. Bei Tempel Nr. 4 trafen wir auf eine indische Schulklasse: „Sir, can we take a picture?“ Bilder mit Weißen sind sehr angesagt. Nach ca. 24 Bildern hatten wir als freundliche Touris unsere Pflicht erfüllt und machten uns wieder auf den Weg. Wo bleibt den Steffan? Der Neue hat uns sage-und-schreibe 8-mal warten lassen, uns die alteingesessenen Paten. Zur Strafe ging am letzten Tempel seine Maschinen kaputt. Haha! Erst dachten wir der arme Bub muss den ganzen Weg zurückschieben, aber ein Inder, der zufällig Mechaniker war, konnte den Schaden teilweise reparieren. Im Schneckentempo ging es zurück. Total fertig ging es noch mal in den „Mango Tree“. Gut gegessen, geduscht und ab nach hause.
Ein wirklich gelungenes Wochenende!

P.S. Werde einige Bilder noch hinzufügen und austauschen, sobald ich die Bilder der gesamten Reisegruppe habe.

Donnerstag, Juni 15, 2006

Fußball ist geil!


Man was für ein super Abend gestern. Erst das Spanien Spiel mit Jesus und Mathilda geschaut und dann fanden wir zum Glück noch einen Laden, der die ganze Nacht offen hat. Pinxx is he name! Bier wollten sie uns ab 23.30 Uhr nicht mehr verkaufen. Aber was soll’s, wir haben ja gute Vorarbeit geleistet. Wie gerne würde ich jetzt im Schland mit 1000den Fußballverrückten die Übertragungen verfolgen und Partys feiern. Aber nein, ich muss hier in diesem stinkenden Bangalore abgammeln. Dieses ständige Wachbleiben in der Nacht (die Premiumspiele starten hier um 0.30Uhr) zerrt ganz schön an den Kräften. Deshalb hab ich heut mal entschieden zur Arbeit zur verschlafen. Mein Boss ging mit gutem Beispiel voraus. Heut verzichte ich auf Fussi und penn mal lieber wieder aus, denn die Ringe um meine Augen sehen nicht wirklich gesund aus. Oder vielleicht schau ich mir ein Spiel an oder zwei…

Wie ihr sehen könnt, sind wir hier in B-lore schon Weltmeister geworden:
Morgen Abend gibt’s definitiv nix zu schauen, denn die Reisegruppe „Kleinbus“ startet mal wieder durch. Diesmal jedoch mit dem Zug. Im Zug wird es bestimmt lustig von all den gaffenden Indern genervt zu werden. Manchmal kommt man sich schon wie der Affe im Zoo vor. Und die hören nicht mal auf dich anzustarren, wenn du zurück gaffst oder Grimassen ziehst. Nein dann kommen sie zu dir und stellen die Standard Fragen: Woher? Was machst du hier? Wie gefällt dir Indien? Bei letzterer Frage muss ich mittlerweile immer lügen. Denn die Wahrheit will hier niemand hören. Deshalb sag ich immer mit diesem aufgesetzten Politikerlächeln: Ganz nett! Eigentlich lüg ich auch bei der zweiten Frage, da ich keine Lust hab mit ihnen zu reden und erklären zu müssen was BSK IT ist. Ich bin böse, aber das ist allgemein bekannt. Obwohl mir Indien an sich wirklich gut gefällt, die Inder gehen mir oft auf die Nerven. Egal, genug gelästert. Melde mich nach dem Hampi Tripp wieder.




Ich liebe deutsche Land!!!

Samstag, Juni 10, 2006

WM 2006 in Indien


Wie lange haben wir darauf warten müssen? Gestern war es endlich soweit, Anpfiff zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Und was mach ich? Ich hocke hier in Indien! Da bin ich zum Glück nicht allein. Gestern trafen sich ungefähr 100 andere Leidensgenossen zum Fußballschauen. Unser guter Kumpel Cris wollte ursprünglich für 20 Leute eine nette Location anmieten, sind doch etwas mehr Leute geworden. Danke noch mal Chris!!! Auf der Dachterrasse des Miller 46 trafen sich schließlich über 100 Fußballbegeisterte aus allen Ländern. Die ca. 50 Deutschen wurden ergänzt mit Franzosen, Spaniern, Polen, Italienern, Holländern, Iren, Schweizern, Österreichern und natürlich Indern (hoffe dass ich keine Nation vergessen habe). Die Stimmung war super und friedlich, bis auf einen Selbstmörder Inder, der meinte ständig: „F*ck Germans!“ reinschreien zu müssen. Kam natürlich nicht gut an. Nach einem kurzen, freundlichen Gespräch, verließ er dann den Ort (sonst hätten wir den Dummdödel gelyncht). Feuchtfröhlich haben wir den deutschen Sieg gefeiert und anschließend gab es Dank Moritz noch eine Afterparty, die um 5 Uhr morgens endete. Die Telefonrunde hat gerade ergeben, dass alle noch am Leben sind, und nur die Stimmbänder (und der Hagen) auf der Strecke geblieben sind. Gute Leistung Männer!
Sicherlich ist es daheim im deutschen Land eine andere Stimmung. Jedoch ist das hier auch ein einmaliges Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Wir Chaoten machen halt das Beste draus. Schalalalalala!!!